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Körnerbrut

So benutzt du deine Körnerbrut

Körnerbrut ist das Bindeglied zur Fruchtung: Sie bringt das Myzel in Mengen ins Substrat, die eine Spritze allein nie schafft. Es gibt sie in zwei Ausführungen: als sterile Grundlage, die du selbst beimpfst, oder fertig durchwachsen zum direkten Verwenden.

Grundlage beimpfen

Die Beutel enthalten je 500 g sterilen Roggen mit selbstheilendem Injektionsport.

  • Handschuhe und Mundschutz anziehen, Arbeitsfläche abwischen.
  • Injektionsport mit einem Alkoholtupfer desinfizieren.
  • 3–5 ml Flüssigmyzel je Beutel einspritzen.
  • Beutel leicht durchkneten und dunkel bei 20–24 °C stellen.
  • Durchwachsen dauert je nach Sorte 1–3 Wochen.

Den Beutel nicht öffnen, um nachzusehen. Der Filter lässt Luft durch, alles andere bleibt draußen – jedes Öffnen ist ein Risiko ohne Gegenwert.

Fertige Körnerbrut verwenden

Ein Liter durchwachsene Körnerbrut reicht für etwa 3–6 kg Substrat.

Vollständig weiß durchwachsener Liter Körnerbrut im Beutel
  • So frisch wie möglich verwenden – je frischer, desto schneller wächst das Myzel ins Substrat.
  • Im Kühlschrank bei 2–8 °C rund 2 Wochen haltbar.
  • Vor dem Beimpfen auf Raumtemperatur kommen lassen.

Rosenseitling nicht unter 10 °C lagern. Er nimmt Kälte übel und wächst danach schlecht oder gar nicht mehr an.

Ins Substrat einbringen

Körnerbrut wird ins offene Substrat gegeben und untergemischt
  • Rechne mit 100–200 g Körnerbrut je 1 kg Substrat, also 10–20 %.
  • So sauber wie möglich arbeiten – ideal in einer Still Air Box oder unter einer Flowhood.
  • Gut durchmischen, damit das Myzel überall Anschluss findet.

Mehr Körnerbrut heißt schnelleres Durchwachsen und damit weniger Zeit, in der Konkurrenz Fuß fassen kann. Am unteren Ende der Spanne zu sparen lohnt selten.

Woran du eine Kontamination erkennst

  • Grüne, schwarze, rosa oder orange Stellen.
  • Schleimige Körner, säuerlicher oder muffiger Geruch.

Kontaminierte Beutel ungeöffnet entsorgen und nicht mit gesunden zusammen lagern.